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Protokoll der jährlichen
Generalversammlung der Internationalen Union für Leonberger-Hunde am 26.
September 2009 Ort: Leonberg, Hotel Kirchner Zeit: 26.September 2009, 10.00-13.45 Uhr Anwesenheit: Vertreten sind die Mitgliedsvereine aus: Belgien, Dänemark,
Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Neuseeland,
Norwegen, Österreich, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien,
Tschechien, USA. Teilnehmer mit
Beobachterstatus: Irland. Entschuldigt:
Italien und Kanada. Der Vorstand der I.L.U
war vollzählig anwesend Versammlungsleiter: Willi
Güllix, Präsident I.L.U. Protokollführer: Hein Sibrijns, Sekretär I.L.U. Tagesordnung:
1.
Begrüßung
2.
Berichte
a.
des
Präsidenten
b.
des
Schatzmeisters
c.
des
Sekretärs
d.
der
Kassenprüfer
3.
Diskussion
der Berichte und Entlastung des Vorstandes
4.
Neuwahl
Reserve Kassenprüfer. 5. Haushalt 2010, Mitgliedsbeiträge 2010
6.
Neues
aus den Mitgliedsländern (Berichte aus den Mitgliedsländern)
7.
Zuchtprobleme
in der Union
8.
Polyneuropathie
(Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse)
9.
Künftige
Aktivitäten der Union A. Informationen zur
Internationalen Richtertagung 2009 B. Vorbereitung Leonberger Symposium 2010 / Themenfindung
10.
Vorstellung und
Diskussion - neuer Paragraph- „Wahlen“
als Teil der Satzung
11.
Verschiedenes
12.
Schlusswort 01. Begrüßung: Der Präsident eröffnet die Sitzung um 10.10 Uhr
mit der Begrüßung der Anwesenden, insbesondere der
Vertreterinnen aus Neuseeland, die zum ersten Mal anwesend sind. Er freut sich
über die große Beteiligung. Weil dieses Jahr ein Kassenprüfer nicht kommen konnte und deshalb ersetzt
werden musste, schlägt er selbst vor, nach TOP 3 den Punkt „Wahl eines Reserve-Kassenprüfers“
einzufügen.
02. Berichte a.
des Präsidenten: Der ausführliche Bericht des Präsidenten wird als Anhang publiziert. b. des
Schatzmeisters: Die Jahresrechnung und die Bilanz wurden während der Versammlung verteilt. Der Beitrag für 2008 wurde von allen Mitgliedsvereinen bezahlt. Der Saldo betrug am 31.12.2008 Euro 7128,56. Die Gesamtzahl der Vereinsmitglieder beträgt 10437.
Die Homepage wird gut besucht. Im Übrigen war es ein ruhiges Jahr.
Säde Crivelli (CH) und Glen Ferguson (USA) haben die Buchführung des
vergangenen Vereinsjahres zum 31.12.2008 abgeschlossen, sowie die Buchungen des
laufenden Jahres 2009 geprüft. Die Prüfung ergab eine Übereinstimmung der Belege mit der sauber und ordnungsgemäß
geführten Buchhaltung, wofür dem Kassier Peter Cejnek sehr herzlich
gedankt wird. Die Kassenprüfer beantragen die Genehmigung der Jahresrechnung und
Erteilung der Entlastung an Vorstand und Kassier. Sie wird diskussionslos
einstimmig erteilt. Glen Ferguson war nicht als Kassenprüfer gewählt, er wurde vom gewählten
Kassenprüfer Jim Henshaw gebeten, seinen Auftrag zu übernehmen, weil Jim nicht
kommen konnte. 03. Entlastung des Vorstandes: Der Vorstand wurde
einstimmig entlastet. 04. Neuwahl
des Reserve Kassenprüfers: José-Maria Itturalde Perez de Aranaza (E)
wird vorgeschlagen und einstimmig gewählt. 05 Haushalt 2010, Mitgliedsbeiträge 2010: Die finanzielle Lage ist gut. Der Mitgliedsbeitrag wird beim Grundbetrag von 50 Euro zuzüglich 0,20 Euro
pro Mitglied belassen. 06 Berichte aus den Mitgliedsländern Der österreichische Club hat
Sissy Fessl als neue 2. Delegierte.
Der deutsche Club meldet, dass
für die Club-Schau am 27.September 338 Hunde gemeldet sind. Die Delegierten des Neuseeländischen
Clubs sind erfreut, zum ersten Mahl in Leonberg zu sein. Der Club hat 77 Mitglieder, es leben jetzt ungefähr 300 Leonberger in
Neuseeland. Der schwedische Club hat einen
neuen Vorstand und neue Kommissionen. Die Leonberger sind erfolgreich in der Wasserarbeit, aber sie dürfen in
Schweden nicht am offiziellen Wettbewerb des Kennelcubs teilnehmen. Jenny
Bergdahl fragt, ob es andere Länder gibt, in denen der Leonberger für die Wasserarbeit
zugelassen ist. In Finnland und Belgien sind sie zugelassen. Jenny wird weiter mit den Präsidenten
der beiden Clubs privat sprechen. Es wäre einfacher, wenn im Standard vermerkt
würde, dass der Leonberger für Wasserarbeit geeignet ist. In Schweden werden Herzfehler untersucht. Es wird betont, dass man
unbedingt eine Autopsie machen sollte, wenn ein Hund plötzlich an Herzversagen
stirbt, weil es verschiedene Herzkrankheiten gibt. Nur anhand einer Autopsie
kann man feststellen, welcher Herzfehler die Todesursache war. Oft ist es DCM. Die Form des DCM ist beim Leonberger exakt die gleiche wie
beim Neufundländer. Man versucht, eine genetische Markierung zu finden; dazu wäre es gut, wenn
Länder, in denen Herzfehler erforscht werden, zusammenarbeiten, damit
Blutproben von mehr Fällen verfügbar werden. Der norwegische Club hat 500
Mitglieder. Die Präsidentin weist auf das wachsende Problem der Inzucht hin, die
unvermeidlich ist, weil in einigen Ländern Rüden aus gleichen Linien zu oft zur
Zucht eingesetzt werden. Dadurch sind jetzt viel zu viele Hunde miteinander
verwandt. Man muss die Zucht mit sogenannten „Matador Rüden“ bremsen.
Deshalb gibt es jetzt in ein paar Ländern
Regelungen, die den Einsatz von Rüden beschränken. In Norwegen darf ein Rüde
nicht mehr Nachkommen haben als 5% der in den letzten 5 Jahren geborenen
Welpen. Sie ruft die Länder, in denen es keine Regelung oder eine unzureichende
Regelung gibt, die doch noch zu viele Zuchteinsätze zulässt, auf, daran zu
arbeiten, dass die genetische Variation nicht noch mehr verloren geht und dafür
zu sorgen, dass ein Rüde nicht zu oft deckt. Der amerikanische Club ist noch mit der vollen Anerkennung der
Rasse durch den AKC beschäftigt. Seit 1 Juli 2008 ist die Rasse in der
„Miscelaneous Group“. Das war der erste Schritt auf dem Weg zur Anerkennung. Der 2007 anerkannte AKC Rassestandard wurde durch die Clubmitglieder und
Richter ergänzt; das Resultat ist ein gut ausgearbeitetes Dokument, das nach
Planung des AKC Vorstands im Oktober genehmigt wird, dann kann die Rasse am 1.
Juli 2010 in die „Working Group“ eingeteilt werden und ist damit völlig anerkannt. Das „Richter-Ausbildungs-Komitee“ ist damit beschäftigt, mit Hilfe eines neuen
Illustrierten Standards, AKC-Working-Group-Richter auszubilden. Der tschechische Club meldet, dass
in Tschechien alles reibungslos verläuft. Die Resultate der Umfrage, die der Club nach dem Beschluss der letzten
Unionsversammlung unter den Mitgliedern gemacht hat sind heute an alle
Delegierten schriftlich ausgegeben
worden.. Der Umfrage bestätigt, dass es große Unterschiede in den Zuchtordnungen der
Mitgliedsclubs gibt. Der finnische Club feiert am 3.
April 2010 mit einer Clubschau seinen 25-jähriges
Bestehen. Der dänische Club hat keine
Besonderheiten zu melden. Der Schweizerische Club weist
auf das Problem der unterschiedlichen Zuchtordnungen, im Zusammenhang mit Deckungen
durch ausländische Rüden, hin. Weiter ist es auch für sie schwierig, Deckrüden zu finden, weil in ein paar
Ländern zu viel in gleichen Linien gezüchtet wird, dadurch kann man jetzt Inzucht
fast nicht mehr vermeiden. In der Schweiz wird jetzt von jedem Welpen eine Blutprobe in einer Blutbank
aufbewahrt, wenn man dann später Blut für Forschungen über eine Krankheit
braucht, ist das Blut einfach vorhanden. Der russische Club feiert dieses
Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Sie danken der Union und den Mitgliedsclubs für die fruchtbare
Zusammenarbeit. Tatiana Zavorina überreicht einen schönen Wandteller für die Union und sie
spendet Preise für die Clubschau Der irische Club muss noch ein
Jahr auf die volle Anerkennung durch den IKC warten. Es sind noch nicht viele
Hunde in Irland, auch auf Ausstellungen kommen nicht viele Leonberger. Selbst
auf der FCI Europa-Siegerschau war der Leonberger mit nur 12 Hunden vertreten.
Dennoch fand dieses Jahr die erste Leonberger Clubschau statt und ein
Leonberger wurde der Beste der FCI Gruppe 2. Der spanische Club ist klein,
aber es wird viel gearbeitet. Durch den spanischen Dachverband werden die großen
Rassen spanischer Herkunft bevorzugt. Der Club feiert nächstes Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Der Belgische Club fordert auf,
an verschiedenen Arten des Hundesports, der Wasserarbeit, Fährtenarbeit,
Agility usw., teilzunehmen. Der holländische Club lädt alle
zum Besuch der Clubschau am 30. Mai 2010 ein. Der französische Club gibt
bekannt, dass man noch für die Clubschau in Cluny melden kann. Der Club hat jetzt eine gute Homepage, es wird an einer englischen Version
gearbeitet. In Frankreich laufen Forschungen nach der Erblichkeit des Osteosarkoms. Der englische Club hat neue
Ordnungen, in denen die Gesundheit jetzt eine wichtige Rolle spielt. Es gibt in England Clubchampiontitel für Wasserarbeit und Agility. Auf vielen Veranstaltungen werden Blutproben genommen. Die Proben werden
bis jetzt zweigeteilt und für die Untersuchungen auf Polyneuropathie und Analfurunkulose
verwendet. In Zukunft können sie viergeteilt werden, damit auch eine
Untersuchung auf Osteosarkom .und DCM gemacht werden kann. Es wird ein Gesundheitsseminar über Analfurunkulose organisiert. Der Club hat eine neue Homepage mit einer offenen Gesundheitsdatei. Der slowakische Club hat 32
Mitglieder. Für die FCI-World-Winner-Dog-Show in Bratislava sind 120 Leonberger
gemeldet, für die Clubschau am Tag vor der Weltausstellung ungefähr 100 Hunde. Der italienische Club ist nicht
vertreten, der Sekretär verliest einen Bericht des italienischen Clubs. Man arbeitet jetzt harmonisch zusammen, die Kämpfe aus der Vergangenheit
sind beendet. Der Club unterstützt finanziell die schweizerische Polyneuropathie-Forschung. Es wird Ende Oktober ein Seminar geben über die Selektion von Deckrüden,
„Leonberger Wohlsein“ und künstliche Besamung. Der Millennium-Leonberger-Award wird 2010 an José Maria Itturalde Perez de
Aranaza überreicht. Es wird eine 15-minütige
Pause eingelegt. Während der Pause hat der Vorstand beschlossen, die Unionspreise für BOB
und Bester Veteran 2010 zwei Mal zu verleihen, und zwar auf der Clubschau zum 25-jähriges Jubiläum des LCA wie auf der Clubschau, mit dem der finnische
Club sein 25-jähriges Bestehen feiert. 7. Zuchtprobleme in der Union. Sharon Springel (UK) hat Unterlagen zur Polyneuropathie (nächster TOP) und
Analfurunkulose verteilt Die Berichte werden auf der Homepage der Union veröffentlicht. Weiter hat sie noch einen Bericht über ein LUPA Projekt vom DCM empfangen,
für das Projekt braucht man auch Blutproben. In Frankreich läuft eine Untersuchung über das Osteosarkom. Es wäre eine gute Sache, wenn alle Mitgliedsclubs auf Veranstaltungen
Blutproben entnehmen würden, die viergeteilt für alle Forschungsprojekte
verwendbar wären. Säde Crivelli (CH) macht auf das Problem leer bleibender Hündinnen aufmerksam.
Dieses Problem tut sich in mehreren Ländern auf, zum Beispiel in den
Niederlanden und in Deutschland. Bis zu 50% der Hündinnen bleiben leer. Willi Güllix warnt davor, in Panik auszubrechen. Die Zahlen gingen auf- und
abwärts und man solle einen vielleicht momentanen Tiefstand nicht
verabsolutieren. Man könne auch noch nicht von einer Inzuchtdepression sprechen. Es wird festgestellt, dass das Leerbleiben einer Hündin viele Ursache haben
kann und dass auch die Kenntnis und Erfahrung
des Züchters einen Einfluss haben. Es wird beschlossen, dass über den Club eine Umfrage unter Züchtern gemacht
wird, bei denen eine Hündin leer bleibt. Sharon Springel und Säde erwähnt auch das Problem, dass es
Deckrüden gibt, die nicht mehr springen. Jenny Bergdahl (S) betont, dass Herzfehler nur durch einen Experten
untersucht werden können. 8. Polyneuropathie. Berichte über die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse wurden durch
Anita Treichler (CH) und Sharon Springel (UK) verteilt, die Berichte werden
auch auf der Homepage der Union veröffentlicht. Die Forschung kommt langsamer voran als erhofft, da die Krankheit wahrscheinlich
polygene tisch vererbt wird. Es ist klar, dass sie in allen Ländern vorkommt. Die Clubs müssen die
Züchter auffordern, die Zuchtrichtlinien in diesem Bereich (keine Zucht mit
erkrankten Hunden und keine nahe Inzucht) genau einzuhalten. 9A. Internationale Richtertagung. Die Vorbereitungen zur Internationalen Richtertagung laufen wie geplant. Die Teilnehmer werden alle Referate schriftlich in Englisch und Deutsch erhalten. Die Union übernimmt die Kosten für die Bewirtung der Teilnehmer. Es sind noch Plätze verfügbar, die Clubs werden deshalb aufgefordert, noch
Richter zum Seminar zu schicken. 9B Leonberger
Symposium 2010 Der Vorstand hat in seiner Sitzung von gestern lange über dieses Thema
diskutiert. Für eine Veranstaltung wie diese braucht man mehr Geld, als die Union jetzt
einnimmt. Man kann nicht das Risiko eingehen, wegen nicht genügender Teilnahme
später die Rechnung nicht bezahlen zu können. Die Kosten werden auf 10.000 -
15.000 Euro geschätzt. Das bedeutet, dass die Clubs 1 – 1,50 Euro pro Mitglied
beitragen müssen, um ein finanzielles Risiko der Union zu vermeiden. Dies bedeutet dann allerdings, dass die Teilnahme kostenfrei ist. Verschiedene Clubs können im laufenden Geschäftsjahr nicht so viel Geld
frei machen. Über eine Ausgabe wie diese muss mit den Mitgliedern erst in den Jahreshauptversammlungen
gesprochen werden. Deshalb wird ein Beschluss über die Veranstaltung eines Symposiums ins
nächste Jahr verschoben. Die Themen sollten vorab bekannt gemacht werden. Die Clubs können durch ihre
Zeitschriften die Mitglieder befragen welche Themen gewünscht sind. Das Datum
eines Symposiums kann nur der Vorabend vor der Clubschau in Leonberg sein. Sharon Springel bemerkt, dass es trotzdem wichtig sei, die Mitglieder mit
Informationen zu versorgen. Vorläufig könne man das auch über die Homepage machen. 10 Paragraph
„Wahlen“ als Teil der Satzung. Der Vorstand hat sich beraten. Wenn in der Zukunft die Wahlen besser in der
Tagesordnung angekündigt werden und in mehrere Punkte aufgeteilt werden, sowie
in der Einladung schon deutlich vermerkt wird, wer wiedergewählt werden kann
und wie Kandidaten aufgestellt werden können, braucht die Satzung nicht geändert
zu werden. Die Versammlung stimmt dem zu. 11. Verschiedenes. Wolfgang Mayer erklärt den Nutzen der Zahnkarte. Es geht um das Festlegen
der Gebissvollständigkeit zu einem bestimmten Datum. Der Biss kann sich ändern,
darum kann man auf einer deutschen Zahnkarte die Bissänderung vermerken. Willi Güllix bemerkt: Wenn die Zahnkarte als Schutz gegen Zahnverlust
gemeint sei, müsse man dem Besitzer zugestehen, die Feststellung eines
korrekten Gebisses so früh wie möglich zu erhalten. Da mit 8 Monaten in der
Regel das Gebiss vollständig sei, solle man dies auch als Mindestalter
festlegen. Nach Diskussionen wird beschlossen, von Seiten der Union das Mindestalter
für Eintragungen in der Zahnkarte mit 8 Monaten zu empfehlen. 12. Schlusswort. Der Präsident schließt die Sitzung
und dankt allen Anwesenden für ihre Teilnahme und für ihre positiven Beiträge. Schluss der Sitzung 13.45 Uhr Leonberg, 26. September 2009 Willi Güllix Hein Sibrijns Präsident, I.L.U. Sekretär, I.L.U. Versammlungsleiter Protokollführer
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