ILU Health Committee

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Kontakt Deutsch: Daniela Lutz  daniela_lutz@sunrise.ch

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Liebe Mitglieder der Internat. Union für Leonberger Hunde 

Anlässlich unserer Jahresversammlung am 29. Sept. 2012 wurde beschlossen, eine Gesundheitskommission zu gründen. Mittels mündlicher Internetkommunikation haben wir die Arbeit in unserer Gruppe begonnen. In unserer ersten Besprechung einigten wir uns auf einige Richtlinien, die unsere zukünftige Arbeit definiert. 

Dies sind: 

  • Sammeln von Informationen von unseren Mitgliederclubs über Gesundheitsfragen und andere Sorgen, die unsere Rasse betreffen: Welche Probleme, wo sind sie zu finden und wie oft treten sie auf.
  • Wege und Möglichkeiten zu finden, diese Informationen regelmässig zu erhalten und zu aktualisieren.
  • Einen jährlichen Bericht zu erstellen, so dass alle Mitglieder eine klare Vorstellung erhalten, was unsere Rasse belastet und wo die grössten Sorgen liegen.
  • Nach geeigneten Forschungsprojekten zu suchen, bei denen unsere Rasse mithelfen könnte, neue Behandlungsmöglichkeiten individuell für den Leonberger zu entwickeln und/oder das Vorkommen der Anzeichen in der gesamten Zuchtpopulation zu verringern.

 Was wir nicht tun werden:
Wir werden keine tierärztlichen Ratschläge oder Instruktionen abgeben, denn dies ist nicht unsere Aufgabe, und wir sind in keinsterweise dazu qualifiziert. 

Wir werden uns auch nicht auf eine einzige Krankheit oder spezielle Erscheinung konzentrieren, vielmehr werden wir uns leiten lassen von den häufigsten Bedenken (von unseren ILU Mitgliedern genannt) und von den aussichtsreichsten  Forschungsmöglichkeiten.

 Wir werden keine grossen Projekte veranlassen oder formelle Pläne starten, bevor diese nicht den Delegierten an der Jahresversammlung im Sept. in Leonberg vorgestellt und von ihnen angenommen wurden.  

Zu Beginn unserer Arbeit kontaktierten wir alle Mitglieder-Clubs und stellten ihnen 3 Fragen:

  • Haben Sie eine bestimmte Person oder Gruppe, die für Gesundheitsfragen in Ihrem Club verantwortlich ist. Wenn ja, wer ist/sind es und welches sind ihre Kontaktadressen (email wäre sehr gut).
  • Hat Ihr Club schon einmal eine Gesundheitsstudie oder -umfrage gemacht oder haben Sie andere Möglichkeiten, um besondere, spezifische Einzelheiten bezüglich der Gesundheit und der Häufigkeit einer Krankheit bei den Leonbergern ihres Landes zu erfahren. Wenn ja, würden Sie diese Information mit uns teilen?
  • Welche Gesundheitsprobleme beschäftigen Sie am meisten?

Durch die Antworten, welche wir darauf bekommen haben, verstehen wir nun, welches die hauptsächlichen Sorgen in Bezug auf die Gesundheit in den verschiedenen Regionen ausmachen. Es ist klar, dass diese Listen nicht immer miteinander übereinstimmen. Es scheinen zum Beispiel einige Gebiete grössere Problem mit der Schilddrüsenunterfunktion zu haben, andere hingegen mit Herzkrankheiten und in einigen Ländern sorgt man sich vermehrt wegen ängstlichem und unsicherem Verhalten. Dessen ungeachtet geht klar hervor, dass Knochenkrebs überall an erster Stelle steht. Aus diesem Grund werden wir unsere Zeit vermehrt dieser Krankheit widmen.  

Im vergangenen Jahr haben wir die Fortschritte in Bezug auf zwei aktuelle Forschungsgebiete, welche sich auf unsere Zucht beziehen, genau verfolgt und wir haben detaillierte Aktualisierungen für die Delegiertenversammlungen in diesem Jahr geliefert. Es handelt sich um die laufende LPN Studie der Universitäten in Minnesota und Bern und die internationale Krebsforschung in Zusammenarbeit mit dem Broad Institute, Vetsuisse Bern und die Universität von Uppsala, Schweden.

Die ILU Gesundheitskommission ist sich sehr genau bewusst, dass das LPN Thema unsere Diskussionen während vieler Jahre dominiert hat und dass einige Delegierte es wahrscheinlich leid sind, wieder darauf zu fokussieren, was verständlich ist. Nach der Veröffentlichung des Gentests für den frühen Beginn von LPN1 im Jahre 2010, ging der Fortschritt nur langsam voran. Aber es gab trotzdem grosse Vorteile für die Leonberger Zucht. Es gibt hier drei Hauptpunkte zu erwähnen: Erstens wurden wir darüber informiert, dass man das Manuskript, welches detailliert auf diese Forschung eingeht, bearbeitet, um es zu veröffentlichen, was bedeutet, dass der LPN1 Test bald in anderen Ländern neben der Schweiz und den USA verfügbar sein wird. Das solllte es für Eigentümer weltweit viel einfacher machen, diesen Test durchzuführen. Zweitens haben die Forscher LEMP (Leukoencephalomyelopathy) in ihre Studie aufgenommen und erreichen ständig weitere ausgezeichnete Fortschritte über diese Krankheit, da sie ausserordentliche Anstrengungen bereits für ihre vormalige LPN Forschung aufgewendet hatten. Drittens wurde durch diese langdauernde LPN Forschung eine gewaltige DNA Probensammlung für unsere Zucht angelegt. Diese wertvolle Quelle wird nun anderen Wissenschaftern offenstehen, welche  versuchen, die häufigste Krankheit, welche unsere Zucht beeinträchtigt – Krebs -, anzugehen.

Es ist dieser letzte Punkt, den die ILU Gesundheitskommission inspiriert, unseren ersten  Projektvorschlag zu unterbreiten: eine internationale Leonberger DNA Bank. Wir hoffen, dass diese Bank mit den DNA Proben, die bereits durch die Forschungsteams geteilt werden, gegründet werden kann. Zusätzlich zu den Sammlungen in Minnesota, Bern und den Broad Instituten zur Zusammenarbeit in der Krebsforschung, haben wir Kenntnis von der Forschungsarbeit bei Antagene in Frankreich, die Kardiomyopathie, Hüftgelenksdysplasie und Knochenkrebs fokussieren und dafür ebenfalls Leonberger DNA sammelt. Wir hoffen, dass sie auch zu einer Zusammenarbeit bereit sind.

Die erste Phase wäre eine einfache Ermittlung über die Möglichkeiten der Erreichbarkeit: was zu tun wäre, wie der Zugriff kontrolliert würde, welches die Kosten wären, welche Proben gelagert würden und welches die Verwendung sein würde?

Wir haben einen ersten Vorschlag für eine Machbarkeitsstudie und legen diesen heute zur Beurteilung allen Delegierten der Mitgliedsländer vor.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Wilma Kroon
Anita Treichler
Metha Stramer
Sharon Springel

28. September 2013