Ergebnisprotokoll der Versammlung der Mitglieder der
Internationalen Union für Leonberger Hunde am 27.09.2003 in Leonberg
Ort : Brauereigaststätte „Kirchner“ in Leonberg
Zeit : 27.09.2003, 10.00 Uhr – 14.00 Uhr
Anwesenheit : Repräsentanten der Leonberger Clubs Australiens, Belgiens, Dänemarks,
Deutschlands,
Finnlands, Frankreichs, Großbritanniens, Hollands, Italiens, Norwegens, Österreichs,
Russlands,
Schwedens, der Schweiz, Spaniens, Tschechiens, der USA ( namentliche Aufführung
befindet
sich im Anhang ) )
Leitung : Vorsitzender IULH und Präsident DCLH, Herr Gerhard Zerle
Protokollant : Schriftführer DCLH, Herr Mathias Ring
Übersetzung : Geeske Joel, USA
Tagesordnungspunkte
01 Begrüßung
02 Besondere, aktuelle Probleme der Mitglieder
03 Beratung und Beschlussfassung über den Statutenentwurf
04 Festlegung der weiteren Vorgehensweise
05 Verschiedenes
Die Versammlung erarbeitete folgende Ergebnisse:
02.) Besondere, aktuelle Probleme der Mitglieder
a) Belgien
Ein Züchter, der aus dem Club ausgeschlossen worden ist, stellte in Frankreich
und Spanien einen Leonberger unter falschem Namen aus.
b) Italien
In Italien wurde ein Gesetz erlassen, das besagt, dass Hunde der FCI – Gruppen
1 und 2 nur noch mit Leine und Maulkorb in der Öffentlichkeit geführt werden dürfen.
Der Kennelclub Italiens prozessiert gegen dieses Gesetz.
c) Tschechische Republik
In Tschechien müssen alle Hunde mit einer Widerristhöhe über 30 cm und einem
Gewicht über 40 kg einen Maulkorb in der Öffentlichkeit tragen.
d) Frankreich
Untersuchungen auf Kardiomyopathie ( Herzmuskelerkrankung ) wurden durchgeführt.
Bis zum 4. Lebensjahr treten die Symptome dieser Erkrankung auf. 5% der 60
untersuchten Leonberger sind von dieser Krankheit betroffen. Es gibt keinen
Unterschied im Hinblick auf die Häufigkeit der Erkrankungsfälle zwischen Rüden
und Hündinnen. Erkrankte Leonberger können 5 bis 6 Jahre alt werden.
03. Beratung und Beschlussfassung über den Statutenentwurf
Grundlage dieses Tagesordnungspunktes bildet der bereits im Vorfeld der Sitzung
an alle Mitgliedsstaaten zugeschickte Entwurf. Die Teilnehmer der Sitzung
bedankten sich recht herzlich bei den Herren Dr. Guido Perosino, Hein Sibrijns
und Peter Cejnek für die Ausarbeitung des Entwurfes.
1. Anträge des französischen Clubs
a) auf folgende Änderung des § 3.1.
„Einheitliche Auslegung und Anwendung des F.C.I. – Standards in seiner
jeweils gültigen Fassung.“
b) auf Änderung des § 12 ( Ausschluss )
„... der vom Ausschluss bedrohte Klub kann dem Präsidenten der IULH bis 3
Monate vor der Generalversammlung ein Schreiben zur Verteidigung übersenden und
er kann vor dieser Versammlung erscheinen, um sich zu verteidigen.“
Die Versammlung stimmte beiden Anträgen in separaten Abstimmungen einstimmig
zu.
2. Anträge des italienischen Clubs
a) auf Änderung des § 7.3.
Sollten mehrere offiziell vom entsprechenden nationalen Kennelclub anerkannte (
oder
angeschlossene ) Clubs in einem Land existieren, dann wird der Leonbergerclub
als ein volles Mitglied der IULH betrachtet, der zuerst anerkannt worden war.
Den weiteren anderen Clubs wird ein Beobachterstatus bewilligt.
b) auf Änderung § 7.4.
Wenn sich verschiedene Leonbergerclubs eines Landes, die dem nationalen
Kennelclub angeschlossen sind, gleichzeitig für die Mitgliedschaft in der IULH
bewerben, wird nur ein Club als volles Mitglied bewilligt, was durch das Votum
der Mitglieder der Generalversammlung entschieden wird.
c) auf Änderung § 8
Die Statuten der sich bewerbenden Clubs müssen korrekt ins Englische oder in
eine der offiziellen Sprachen der F.C.I. übersetzt sein.
( Diese Änderung erscheint im Vorwort des § 8. )
Die Versammlung stimmte den 3 Anträgen des italienischen Clubs in separaten
Abstimmungen einstimmig zu.
3. Änderung des § 7.2. mit folgendem Wortlaut .
„ Mitglied kann nur der Leonberger Club werden, der von seinem nationalen, von
der F.C.I. anerkannten kynologischen Dachverband als Rasseclub anerkannt ist.
Die Mitgliederversammlung kann für einen Leonberger - Club eines von der F.C.I.
als Mitglied nicht anerkannten Landes eine Ausnahmeregelung beschließen.“
Die Versammlung stimmte dem Änderungsantrag einstimmig zu.
Die Endabstimmung zum Statutenentwurf der IULH unter Berücksichtigung der
beschlossenen Anträge ergab Einstimmigkeit.
Inhaltlich werden die Änderungsbeschlüsse nach der Versammlung in deutscher,
englischer und französischer Sprache in das Statut der IULH von Herrn Hein
Sibrijns eingearbeitet. Grundlage der Statuten bei strittigen Fragen soll zukünftig
in allen Fällen die deutsche Sprachfassung sein.
04. Festlegung der weiteren Vorgehensweise
Der Vorstand wird anlässlich der IULH - Versammlung 2004 gewählt.
Ab 01.01.2005 zahlen die Mitglieder – Clubs Beiträge.
Jeder Delegierte ist auch ein potentieller Kandidat für den IULH – Vorstand.
Herr Zerle prüft beim Amtsgericht Leonberg, ob es rechtliche Einwände gegen
das erarbeitete Statut IULH geben könnte. Sofern es keine hemmenden Einwände
gibt, wird die Eintragung beantragt.
05. Verschiedenes
a) Spanien fordert, dass die Namen von Personen, die aus einem Leonberger Club
der Union ausgeschlossen werden mussten, den anderen Clubs der Union mitgeteilt
werden. Es wurde in der Diskussion hinzugefügt, dass Namen von Züchtern und
Zuchtstätten, die Vergehen gegen die Zuchtordnung begingen, an die Zuchtbuchämter
der Mitglied - Clubs gemeldet werden.
b) Der Leonberger – Award Italiens geht im Jahre 2004 an Frau Wilma
Beutelsbacher, Frau Rita Pleibel und an Frau Francesca Mavilla.
c) In Italien sind nur noch Leonberger mit dem HD – Status A oder B
zuchttauglich.
d) Der positive Trend zur Ausbildung von Leonbergern zum Wasserrettungshund hält
in Italien an. Dieses Jahr werden 50 Leonberger zu den Meisterschaften im
Wasserrettungsdienst erwartet.
e) Herr Inwood regte an, die Augen der Leonberger jährlich zu testen.
f) Im neuen Zuchtprogramm in Schweden, das 2004 für 5 Jahre beschlossen werden
soll, gelten als Hauptanstrengungen die Limitierung der engen Inzucht; die Bekämpfung
der HD und ED; die Verbesserung der Augengesundheit, der Anatomie und des
Charakters.
g) Der LCA bittet um Zusendung der Zuchtreglements der Mitgliederländer.
h) In Großbritannien kann der Leonberger einen Championstatus erhalten.
i) Jährlich findet in der Schweiz eine Nachwuchsbeurteilung mit einer
Zuchtwertschätzung statt. Im Jahre 2003 nahmen daran 62 Leonberger teil.
j) Statistisch kann man im letzten Jahr fast 800.000 Besucher auf den Seiten der
IULH im Internet verzeichnen.
k) In Dänemark gibt es neue Zuchtregularien für Leonberger ab 01.01.2004, um
DKK/FCI Ahnentafel zu erhalten: Beide Zuchtpartner sollen auch ED geröngt sein.
Das ED-Ergebnis soll vom Dänischen Kennelclub (DKK) oder vom zuständigen und
zugelassenn Auswerter des Leonbergerclubs, in dessen Land der Hund lebt,
beurteilt sein. Diese Forderung gilt demnach auch für Ausländische
Deckpartner.
Für ausländische Hunde kommen folgende Zuchtregularien in Dänemark zur
Anwendung:
Das von der FCI genehmigte Dokument der HD-Auswertung mit dem Status A
oder B muss zum DLK geschickt werden, das mindestalter für diese Röntgen ist
in Dänemark 18 Monate.Es ist ebenfalls der Nachweiss an den DLK zu senden, dass
der Leonberger die Formwertnote "Sehr Gut" in einer "offenen
Klasse" anlässlich einer von der FCI genehmigten Zuchtschau und von einem
der FCI authorisierten Richter enthielt. Der asuländischen Deckpartner
muss eine FCI-Ahnentafel haben und der Zuchttauchligkeitsprüfung des
Leonbergerclubs des Heimatlandes besitzen.
Es gibt zusätsliche Gezetse für die Welpenvermittlung in den Dänischen
Leonbergerclub.
Die Zahnformel und die Gebissstellung der Elterntiere müssen dem Satndard
entsprechen. Die Zahn- und Gebissschlussknotrolle soll von einem Tierartz
durchgeführt werden,. Eine Kopie des Resultates wird zum DLK geschickt.
Hunde die vor dem 1.1.2000 HDF geröngt worden sind und den Status B2
erthielten, müwssen nochmals geröngt werden.
Schlieslich muss der Nachweiss erbracht werden, dass der Hund auf enier von der
FCI genehmigten Zuchtschau die Formwertnote "Vorzüglich" oder eine
gleichgestellte Note von einem von der FCI zugelassenen Richter erhielt. Dies
ergebnis ist an den DKK zu senden.
Mathias Ring Gerhard Zerle
Protokollant Vorsitzender IULH
Leonberg, 10.10.2003