Protokoll der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Union für
Leonberger Hunde.
25. September 2004 im Hotel Kirchner, Leonberg, Deutschland.
Vertreten waren die Mitgliedsvereine von:
Österreich, Belgien, Deutschland, Tschechische Republik, Dänemark,
Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Russland,
Schweden, Spanien, Schweiz, USA, Victoria (Australien.)
Nicht vertreten waren: Ungarn, Norwegen, Slowakische
Republik.
Vorsitzender: Gerhard Zerle.
Protokollführer: Hein Sibrijns.
Begrüßung.
Herr Zerle eröffnete die Sitzung und begrüßte die Anwesenden.
Er freute sich daß so viele Mitgliedsvereine vertreten waren.
Der vorhergehende Protokollführer, Matthias Ring, konnte nicht anwesend
sein, Hein Sibrijns war bereit, das Protokoll zu führen.
Geeske Joel, die bei den vorhergehenden Sitzungen
Deutsch-Englisch übersetzt hatte, war nicht anwesend. Herr Zerle und Hein
Sibrijns übersetzten, falls es nötig war
Spezielle Probleme einzelner Mitgliedsvereine.
Der Verein mit dem größten Problem ist der Leonberger Club von
Amerika. (LCA).
Der Dachverband AKC hat den Leonberger noch nicht als Rasse
anerkannt.
Ein anderer Verein, der Leonberger Verein der Vereinigten
Staaten, (LCUS) hat die Anerkennung der Rasse beim AKC beantragt und will
"parent club" werden. Der LCUS wurde von einigen Mitgliedern des
LCA gebildet. Weder der LCA noch der LCUS verbieten den Mitgliedern, Mitglied
beider Vereine zu sein.
Entsprechend der Satzung der Union kann nach Anerkennung
der Rasse vom AKC nur der "Parent club" zum AKC ein
Mitglied der Union sein.
Wenn zur Zeit der Anerkennung der Rasse vom AKC der LCA nicht
"Parent-club" ist, kann der LCA nicht mehr das Mitglied
für die Vereinigten Staaten in der Union sein., sobald ein anderer „Parent
Club" die Mitgliedschaft in der Union beantragt.
Ende Oktober 2004 stimme die LCA Mitglieder ab, ob man den
"Parent Club Status" beantragt. Der Präsidentin des LCA, Beth
O'Connor, ist für den "Parent club Status". Sie meint, daß der LCA
Mitglieder verlieren wird, egal wie der Abstimmung ausgeht.
Es wurde nochmals betont, dass nach Anerkennung der Rasse
durch den AKC nur der "Parent Club" Mitglied der Union sein kann.
Die Union stützt den LCA, sofern er entscheidet,die volle AKC-
Anerkennung und den "Parent Club Status" zu beantragen.
Der Verhältnis zwischen den zwei Leonberger Vereinen in den USA
und die Entscheidung, ob oder nicht AKC- Anerkennung zu beantragen, ist jedoch
eine nationale amerikanische Angelegentheit.
Die Union handhabt den Status Quo, indem der LCA das
Unionsmitglied für die Vereinigten Staaten ist, bis es eine Entscheidung des
AKC gibt.Österreich berichtete, dass Zuchtprobleme vorkamen. Zwei von drei Deckungen
seien erfolglos. Dänemark berichtete über das gleiche Problem. In
Deutschland wird der Prozentsatz der erfolglosen Deckungen bei 30%
geschätzt.
Es wird vorschlagen zuerst in diesen Ländern zu forschen,
warum so viele Deckungen erfolglos sind.
Der Oberbürgermeister der Stadt Leonberg kam, um die Delegierten zu
begrüßen und über die Besonderheiten seiner Stadt zu sprechen. Er stellte
eine neue Leonbergerstatue vor. Dieser Statue wird als Lebensgrosse
Bronzestatue, gestiftet von den Firma Procter and Gamble, an einem bevorzugten
Platz in Leonberg aufgestellt.
Wahl des Vorstandes.
Die französische Delegation berichtete, dass sie nicht an der
Wahl teilnehmen könne.
Der französische Verein hatte einen Antrag auf Satzungsänderung
gestellt.
Der Vorstand des französischen Vereins betrachtet sich
nicht als Mitglied der Union, solange die Satzung nicht geändert wird.
Die Delegierten hoben hervor, dass die Satzung einstimmig von
allen Mitgliedern im Jahr 2003 angenommen wurde und die Delegierte des
französischen Vereins die neue Satzung unterzeichnet hatten.
Der Versammlung beschloss , dass ein Antrag auf Änderung der
Satzung debattiert werden könnte, nachdem ordnungsgemäß ein Vorstand gewählt
wäre.
Wahlleiter: Georg Leipelt .
Präsident. Guido Perosino
schlug Gerhard Zerle vor. Einstimmig gewählt.
Frankreich enthielt sich.
Vizepräsident. Gerhard Zerle schlug Dr. Guido
Perosino vor. Einstimmig gewählt.
Frankreich und Italien enthielten sich.
Schatzmeister. Hein Sibrijns schlug
Peter Cejnek vor. Einstimmig gewählt.
Frankreich und Österreich enthielten sich.
Sekretär. Guido Perosino schlug
Hein Sibrijns vor. Einstimmig gewählt.
Frankreich und die Niederlande enthielten sich.
Beisitzer. Der Deutscher Club für
Leonberger Hunde entsendet Georg Leipelt .
Beratung und Beschluss über einige Änderungen der Statuten.
Das Amtsgericht Leonberg fordert Änderungen, wenn der Verein als
e.V. eingetragen werden soll. Es wurde betont, dass es rechtlich nicht
notwendig ist, die Union als e.V. einzutragen und die Eintragung mehr
negative als positive Effekte haben würde. Das Registrieren würde
bedeuten, daß die Union nationale und international tätig werden müsse.
Dieses würde u. U. gegen die Interessen und die Ziele der Mitgliedsvereine
gehen.
Nach eingehender Diskussion wurde einstimmig beschlossen,
dass die Statuten nicht geändert werden. Nur in der Präambel werden
folgende Wörter gestrichen: "Nach der Eintragung in das Vereinsregister
führt er zu seinem Namen der Zusatz e.V. "
Frankreich enthielt sich der Stimme.
Frankreich schlug vor, dass jeder Mitgliedsverein eine
Stimme pro 300 Mitglieder hat.
Nach den Statuten gibt es eine Stimme pro Mitgliedsverein,
unabhängig von derAnzahl seiner Mitglieder. Dieses ist das geltende Verfahren
für die meisten Dachorganisationen und die FCI. Die FCI erwägt, die
Mitgliedschaft von Dachorganisationen wie der Union zu bewilligen.
Folglich ist es logisch, dass die Darstellung und das Wählen in der Union die
Art und Weise reflektieren sollten, wie Wahlen in der FCI.
Die Französischen Delegierten stimmen dem Ergebnis der
Diskussion zu, aber sie berichten, dass ihr Vorstand entschieden
hat, dass der französische Leonberger Verein nicht ein Mitglied der Union
sein kann, wenn die Sttuten nicht geandert werden.
Alle Mitgliedsvereine votierten einstimmig für "ein
Verein, eine Stimme", Frankreich enthielt sich.
Die Versammlung war überzeugt, dass diese ein Missverständnis
von seiten des französischen Vereins sein müsse.
Guido Perosino und Hein Sibrijns werden sich mit der
Präsidentin des französischen Vereins beraten, um zu versuchen, eine Lösung
zu finden. Es ist nicht annehmbar, dass Frankreich nicht mehr Mitglied der Union
ist.
Gesundheit und Lebenserwartung des Leonberger.
Das LCA erfasst Informationen und hat ein offenes
Gesundheitsregister aufgestellt.
Gesundheit und Informationen über Krankheiten wie
Polyneuropathie, sind in den LCA- Publikationen, der französischen
Vereinszeitschrift, der schwedischen Vereinszeitschrift und auf der HP der Union
vorhanden.
Die Frequenz des Auftretens dieser Krankheit ist äußerst
niedrig.
Das macht die Erforschung der möglichen erblichen Ursachen
sehr schwierig und kann deshalb nur von einem sachverständigen Genetiker
durchgeführt werden. Der Leonberger Verein von Großbritannien hat Kontakte mit
dem berühmten Genetiker, Dr. Malcolm Willis, der bereit ist, nachzuforschen.
Stammbäume aller möglicher bekannten und bestätigten Fälle von der
Polyneuropathie können an Dr. Willis über den LCGB geschickt werden
Es wurde betont, dass, da es so wenige Fälle der Krankheit gibt,
kein Anlass zur Panik besteht..
Mit Hunden, die die Krankheit haben, sollte nicht gezüchtet
werden. Wird bei einem Hund der bereits Nachkommen hat die Krankheit
festgestellt, müssen die Nachkommen von der Zucht ausgeschlossen werden. Da die
Zahl der betroffenen Hunde sehr niedrig ist, gibt es keine Notwendigkeit, sie
zur Zucht einzusetzen.
Zuchtausschluss aufgrund von Gerüchten wäre Blödsinn.
Wir sollten bei Dr. Samuel Buff anfragen, ob er einen
Artikel über Erbkrankheiten schreiben würde.
Es wurde entschieden, dass der Sekretär Hein Sibrijns mit den
Mitgliedsvereinen in Verbindung tritt um eine Aufstellung der am häufigsten
vorkommenden Krankheiten zu machen, wie z.B. Hündinnen, die leer bleiben.
Positive Resultate wie gute Erfolge im Kampf gegen HD sollten auch nicht
übersehen werden.
Verschiedenes.
Pablo Pabst verkündete, daß er sich zurückzieht als Präsident
des Schweizer Vereins. Er dankte der Union für 10 Jahre konstruktive
Mitarbeit und er führte Anita Treichler als seine Nachfolgerin ein.
Dr. Guido Perosino (Italien) hat eine Zeichnung von einem zwölf
und einem dreizehn Jahre alten Leonberger verteilt. Er stellte Lucio
Migni, den neuen Präsidenten des italienischen Vereins vor.
Er annoncierte die Millenium Leonberger Preise für 2005:
Tatiana Zavorina (Russland) „für das Verbreiten der
Rasse in der russischen Föderation, einem der größten Länder der Welt."
Georg Leipelt (Deutschland) „ für die ausgezeichnete
Organisation der deutschen Clubsiegerzuchtschau. Sie ist das wichtigste
geschehen für jeden Leonbergerfreund".
Dr Perosino berichtete, dass der Leonberger "Bobby
Ensson Bohemia" jedes Mal wenn er in Italien ausgestellt wurde, die
Gruppe gewonnen hat, und 4 mal „Best in Show" wurde. Dieses ist
eine große Förderung für die Rasse in Italien.
Finnland verkündete, dass der Club eine große
Clubsiegerzuchtschau im Jahr 2005 organisieren möchte, Details werden im
Kalender der Union veröffentlicht.
Der russische Verein produziert ein Video mit allen
Aspekten des Züchtens, des Darstellens und des Arbeitens mit Leonbergern. Die
Präsidentin würde alle digitalisierten Bildbeiträge begrüßen. Bitte Kontakt
Natalia Romanova, E-mail nromanov@ddb.ru
Der dänische Dachverband hat die Zuchtrichtlinien
letztes Jahr geändert: Ein Hund, der in einem Land lebt, in dem es keine
Vorschriften gibt, dass er auf Ellbogendysplasie geröntgt werden muss, bevor er
zur Zucht eingesetzt wird, kann in Dänemark ohne diese Auswertung zur Zucht
benutzt werden.
Der Leonberger Verein von Amerika feiert seinen 20. Jahrestag vom
28. März - 1. April 2005 in Austin, Texas. Jeder ist eingeladen.
Daniela Pavlovska, die Hauptzuchtwartin
des Tschechischen Leonberger Vereins warnte, dass Homepages von
Zwingern falsche Informationen über Gesundheit, Prüfungen etc. enthalten
könnten. Jeder der einen Hund importieren möchte, sollte die Informationen
überprüfen. Die Email der Hauptzuchtwartin ist salveleon@volny.cz
Herr Fred Inwood (GB) drückte sein Vergnügen an den
Entwicklungen innerhalb den Union aus. Er sagte, dass die Sitzung sehr
angenehm und überhaupt sehr konstruktiv war.
In Zusammenarbeit mit der Union organisiert der deutsche Verein
ein Richterseminar im November 2005. Im laufe des Jahres werden
allen Mitgliedsvereinen Details geschickt.
Georg Leipelt (Deutschland) bat die Mitgliedsvereine, ihm
Zuchtbuchinformationen zu schicken. Weil der deutsche Verein selber das
Zuchtbuch führt, Muss er in der Lage sein, bei Importen die
Informationen zu überprüfen. Senden Sie bitte Ihren Zuchtbuchnachträge an: Georg.leipelt@nwn.de
Schluss
Gerhard Zerle dankte den Repräsentanten für ihre positiven
Beitrag zu den Diskussionen und schloss die Sitzung.
Leonberg 25-09-2004
Hein Sibrijns, Sekretär
Gerhard Zerle, Präsident
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